Die europäische Chemieindustrie steht an einem Wendepunkt. Globale Krisen, Überkapazitäten in der klassischen Petrochemie, hohe Energiekosten, begrenzte Rohstoffverfügbarkeiten und eine zunehmend komplexe Regulatorik im Kontext ambitionierter Klimaziele setzen den Standort Europa massiv unter Druck. Gleichzeitig wächst der Anspruch, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit im Sinne einer Grünen Chemie miteinander zu vereinen. Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale Fragen:
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Forschung und Innovation:
Die Vereinigung für Chemie und Wirtschaft (VCW) als Fachgruppe der GDCh bietet als Netzwerk an der Schnittstelle von Chemie, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft und Gesellschaft ein Forum für genau diese Fragestellungen. Auf der VCW-Jahreskonferenz am 13. November in Frankfurt diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Forschung, Politik und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven, welche technologischen, ökonomischen und regulatorischen Weichenstellungen jetzt erforderlich sind. Ziel ist es, gemeinsame Strategien zu identifizieren und zu priorisieren, um die Resilienz und Zukunftsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie nachhaltig zu stärken.